15.7.2002 WINDHOEK
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Hallo Leute.
Ich bin jetzt seit zwei Wochen in Windhoek und es ist schon eine ganze Menge passiert. Ich wohne hier bei Freunden und seit
einer Woche ist auch Ciaran hier gelandet. Noch am selben Tag seiner Ankunft hier in Windhoek sind wir mit dem Motorrad zu
einer Farm 150 Km suedwestlich von Windhoek gefahren. Auf dem Weg
dorthin haben wir Kudus gesehen die ich auch beinahe umgefahren
haette oder eher andersherum!! Als wir in der naehe der Farm waren wurde es schon langsam Dunkel und wir wussten nicht so
genau wir wir dort hin kommen sollten. Wir wahren mit zwei Motorraedern und einem Merzedes unterwegs, es war aber klar, das
der Merzedes den 4x4 Track nicht fahren konnte. So ist Cirian bei Frank und Ndapona im Wagen geblieben waehrend Christian
und ich uns auf den Weg in die Nacht gemacht haben. Nach 1,5 Std und vielen Schweisstropfen haben wir es dann aber gefunden
und Peter und Steffan, die schon auf der Farm waren sind dann im Allradwagen losgefahren und haben die anderen abgeholt. Das
war der erste Tag von Ciaran in Afrika.
Auf dem Rueckweg von der Farm haben Ciaran und Ich sowie Christian einen anderen Weg hinaus aus diesem unwegsammen Gelaende
Richtung Solitaire genommen auf dem Cirian dann sein Missgeschick passierte. Beim Absteigen von der KTM ist er unglueklich
ausgerutscht und ist mit seinem Knoechel auf einen spitzen Stein geprallt. Dabei hat er sich ziemlich uebel wehgetan. Zwei
Tage
spaeter in Windhoek sind wir ins Krankenhaus gefahren und da wurde er Geroentgcht und ihm danach ein fetter Verband angelegt.
Jetzt haengen wir hier in Windhoek fest hoffen aber kommenden Freitag hier weg zukommen. Unser naechstes Ziel heisst dann
Fishriver Canyon und Kapstadt. Hinzu kommt, dass unsere Route wieder ueber die Ostkueste , das heisst ueber Aethopien, Sudan
und Aegypten fuehrt, da Frank doch nicht mitreisen kann. Frank heiratet am 2 August in Windhoek und muss danach ziemlich
viel Papierkram erledigen. Dies dauert laenger als geplant und kostet auch mehr, so dass er nicht mehr genuegend Geld zur
verfuegung hat. Alleine wollte ich dann auch nicht durch Angola fahren,
und so haben wir uns entschieden, wieder an der Ostkueste
Richtung Norden zu fahren. OK. Bis bald Martin und Ciaran.
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Kapstadt 25.7.2002
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Hallo Leute.
Wir sind Heute nach langer Regennasser fahrt in Kapstadt angekommen. Als wir am 19.7. aus Windhoek losfuhren schien die Sonne
und es war angenehm warm. Von Windhoek aus sind wir Richtung Soussusvlei gefahren wo es die groessten Duenen der Welt gibt.
Teilweise ueber dreihundert Meter hoch. Schon Toll. Auf dem Weg dothin haben wir in Solitaire uebernachtet und haben unsern
ersten Braai(Grillen) auf unserer Tour gemacht und noch lange am waermenden Feuer gesessen, denn in der Nacht wird es schon
bittetlich Kalt. Teilweise an die 0 Grad. Nach Soussusvlei und den Duenen wo wir auch noch einen Nacht verbracht haben sind
wir dann weiter Richtung Sueden und haben auf einem Restcamp nicht weit von Helmeringshausen uebernachtet. Der Besitzter,
Johann, war total nett und hat extra fuer uns noch den Generator angeschmissen, so dass wir noch heiss Duschen konnten. Bis
wir
das Camp erreicht hatten war es schon relativ Spaet und ausserdem war auch kein anderer auf dem Gelaende. Johann war echt
nett
und wir haben uns noch ein wenig ueber unsere Tour unterhalten. Er war hin und weg und wuerde auch gerne einmal so Reisen.
Am folgenden Tag sind wir dann zum Fishriver - Canyon gefahren. Das Camp Ai Ais liegt direkt am Fluss ganz unten im Canyon.
Das
ist schon beeindruckend wenn mann dort unten steht und rechts und links gehen die steilen Waende des Canyon steil nach oben.
Super. Dann ab ins Namaqualand. Bis da hatten wir immer Sonnenschein aber suedlich von Springbok in Sued Afrika hat es dann
angefangen zu Regen und wir haben in einem Restcam in einem kleinen Ort 45 Kilometer noerdlich von Garies halt gemacht. Das
Restcamp gehoert einem total netten Mann der urspruenglich aus Kapstadt kommt. Aber in Kapstadt fand er es nicht mehr so toll
und so hat er beschlossen ins Namaqualand zu kommen. Dass kannte er noch vom Studium als er fuer 2 Jahre im Norden war. Wir
haben uns lange unterhalten und er viel von Sued Afrika erzaehlt und wie seiner Meinung nach hier aussieht. Einmal die Probleme
der Korruption die immer schlimmer wird. Zum anderen ueber Tabo Mbeki, der zwar viele Freunde in der oberen Schicht besitzt
aber vom den "normalen"Leuten nicht wirklich unterstuetzt wird. Hinzu kommt das immense Problem Aids und die bekaempfung steht
erst am Anfang.
Nach diesem tollen Aufenthalt sind wir weiter Richtung Kapstadt und das Wetter wurde immer schlimmer. Regen Regen Regen. In
einem kleinen Ort wollten wir Campen, haben uns dort aber doch nicht wohl gefueht und wollten schon weiter als mein Kupplungszug
gerissen ist. Da wir aber wirklich nicht bleiben wollten haben wir das "Problem" noch behoben und sind noch ein Stuek weiter
gefahren bevor wir einen netten Platz 70 noerdlich von Kapstadt gefunden haben. So jetzt sind wir hier und hier bleiben wir
auch noch ein bisschen. Meine(Martins) Eltern kommen am 7.8. und bis dahin wollen wir bleiben.
OK. Bis bald aus Afrika Martin und Ciaran.
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30.07.2002 Kapstadt
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Hallo.
Wir sind noch immer in Kapstadt und bleiben auch noch eine Weile. Mindestens bis zum 11 ode 12.07. Gestern habe ich mir neue
Reifen besorgt, die ich naechste Woche Montag abholen kann. Die Werkstatt, bei der wir die Reifen bekommen haben, ist echt
Klasse.
Der Chefmechaniker hat mir das Angebot gemacht, mein Motorrad nocheinmal durch zu checken, bevor wir losfahren. Das Angebot
habe ich dankend angenommen und am Tag wenn die Reifen kommen, schauen wir auch nach dem Rest. Das ist doch mal eine richtig
gute Nachricht. Das Wette hier in Kapstadt schlaegt echte Kapriolen. Gestern war der staerkste Sturm seit Jahren in der Region
und es gab viele Ueberflutungen. Hoffentlich wird es bald besser.
OK, bis bald Martin und Ciaran.
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Kapstadt 5.8.2002
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Hallo Leute, wie ihr seht sind wir immer noch in Kapstadt. Das aber nicht mehr lange. Naechsten Sonntag geht es los, Richtung
Botswana und Vic-Falls. Wir haben fast alles wichtige hier erledigt. Reifen, Zusaetzlichen Sprittank usw. Na gut, das naechste
Mal schreiben wir auf jeden Fall von einem anderen Ort. Bis dann
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Livingston, Zambia 21.08.2002
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Hallo aus Zambia. Seit heute sind wir an den Vic-Falls und haben bis
hier 2500 km von Kapstadt aus zurueckgelegt. Unsere Zwischenstatioenen
waren Beaufort West, Kimberly und Mafikeng in Sued Afrika. HIer war das Wetter alles andere als angenehm. Wir hatten Nachts
Teilweise -3 bis -5 Grad und wir haben bitterlich gefrohren. Auf den Bergen in der grossen Karoo lag Schnee und auch Tagsueber
hatten
wir manchmal nich mehr als 6 bis 8 Grad und viel Regen was die Sache nicht angenehmer machte. Die naechsten Stationen waren
Gabarone, Palapye, Francistown und Pandatenga in Botswana. Botswana war wirklich toll und wir haben sehr viele nette Menschen
getroffen mit denen wir uns lage unterhalten haben. Nur ein Weisser aus Sued Afrika hat uns so ziemlich auf 180 gebracht.
Ein
ewig getriger der alle Schwarzen als nutzls bezeichnet und nicht wusste warum Gott sie ueberhaupt auf die Welt gebracht hat.
Gutes und schoenes kann nur von Weissen kommen!!. Da haben wir schnell die Kurve gekratzt und sind zu einen Local Campsite
gefahren. Das hat dann wieder richtig spass gemacht. Danach sind wir zur Grenze zu Zambia gefahren und da sind wir jetzt.
Livingston ist eine quirlige Stadt und es macht sehr viel Spass hier zu sein. Morgen wollen wir uns die Victoria Faelle ansehen
und ein paar Tage hier relaxen. OK. Ich hoffe Ihr seit wieder auf dem
Laufenden. Da es nicht ueberall moeglich ist ein Internetzugang
zu bekommen, koennen wir nicht genau sagen wo wir die Seite wieder erneuern koennen. Seit also nicht zu ungeduldig. Wir wollen
auch noch mal erwaehnen, das wir uns ueber jeglich Art von Email freuen
und soweit dies moeglich ist natuerlich auch beantworten.
HIer noch mal die Adresse:
email: frenzen.martin@unicum.de oder pikipik2002@yahoo.de oder ciaran_doherty@yahoo.com.
OK, bis dann aus Afrika Martin und Ciaran.
Martin und Ciaran
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4.9.2002 Mbeya , Tansania
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Hallo Leute, wir leben noch.
5 Tage haben wir in Livingstone verbracht, bevor wir uns aufraffen
konnten weiter zu fahren. Der Jollyboys Backpacker in Livingstone
ist nur zu empfehlen. Man trifft sehr nette Leute und die Besitzer sind immer bemueht sich um die Gaeste zu kuemmern und ihnen
Tipps und Informationen zu geben. Von Livingstone sind wir dann direkt nach Lusaka gefahren. Die Hauptstadt Zambias hat nicht
viel zu bieten und der Backpacker (Cha Cha Cha) ist auch nicht das gelbe vom Ei. Der Backpacker ist eigentlich immer ueberfuellt
und die Besitzer sind eher uninteressiert. Trotzdem sind wir wiedermal hengen geblieben. Einmal weil meine Papiere fuer die
Wahl noch nicht eingetroffen waren und Ich warten wollte. Das hat sich im endeffekt aber nicht gelohnt weil auch die naechsten
Tage nichts bei der deutschen Botschaft angekommen ist. Zum anderen ist Ciaran krank geworden (nichts ernstes). So sind wir
erst am Samstag wieder los gefahren. Zwei Plaetze sind auf der Strecke nach Tansania wirklich lohnesnwert. Die heissen Quellen
in Kapischa sind ein Paradies. Die Quellen liegen an einem idyllischen Ort auf einer Farm 90 km noerdlich von Mpika. Ciaran
und Ich haben uns super gefuehlt und ein Bad Nachst unter einem fantastischen Sternenhimmel ist die beschwerliche anfahrt
ueber
eine ziemlich sandige Piste allemal wert.
Dann der Lake Tanganyika. Der zweit groesste See Afrikas und auch tiefste (1.500m tief) liegt im Rifft Valley. Die Strasse
faellt auf eine Strecke von ca 40 km 800 m tief ab. Hier unten herscht ein anders klima (sehr heiss) und der See empfaengt
einen mit kristallblauem Wasser. Allerdings muss man selber entscheiden ob man hier schwimmen will weil nicht allgemein sicher
ist ob der See Bilharziosefrei
ist. Aufjeden Fall ein sehr schoener Ort.
Jetzt sind wir in Tansania gelandet und wir werden wohl erst einmal einen Tag Pause hier in Mbeya machen bevor wir weiter
zum
indischen Ozean fahren.
Ok, das war es erst einmal wieder von uns.
Bis bald Martin und Ciaran.
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12 September Arusha Tansania (Mbeya - Arusha, 1000 Km Sand und Steine und dann das Paradies Teil Eins)
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Von Mbeya sind wir zusammen mit Helmut und Janosch, zwei deutschen
unterwegs in einem Land Rover, durch zentral Tansania gefahren
und haben dadurch mal wieder unsere Plaene geandert. Der indische Ozean
mus warten.
Die Piste ist nicht einfach und machmal brauchen wir fuer 50 km mehr als 3 Stunden. Aber es lohnt sich. Die Landschaft ist
atemberauben und die Menschen sin freundlich und hilfsbereit. Uebernachten koennen wir in Missionen und auch hier werden wir
freundlich empfangen. Wir sind seit langem die ersten Reisenden. Der Sand wird im Verlauf der Piste immer tiefer und ploetzlich
tauchen auch schwaerme von Tse Tse Fliegen auf. Es wird mehr als Anstrengend.....
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18 September Arusha Tansania (Mbeya - Arusha, 1000 Km Sand und Steine und dann das Paradies Teil Zwei)
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Ueber 70 km zieht sich die Strecke durch den Ruha National Park. Aber es bleibt keine Zeit fuer eine Suche nach Elefanten
und andere wilde Tiere Afrikas. Die Tse Tse Fliegen sind wild genug und meine ganze konzentration ist der Tiefsand Piste
zugewand. Zum Glueck ist unser Gepaeck im Land Rover von Helmut und Janosch und auch Ciaran hat es sich im Wagen bequem gemacht.
So kaempfe ich alleine gegen die Fliegen und den Sand. Nach 35 km haut es mich im Sand um. Es ist nichst passiert und die
Tse Tse Fliegen verleihen auch mir Fluegel. Selten habe ich das Motorrad so schnell wieder aufgehoben und ehe ich mich versehe
"fliege" ich auch schon wieder ueber den Sand. Ein Gate gibt mir die Gewissheit das dass schlimmste hinter mir liegt. Menschen
und Haeuser tauchen auf. Ich goenne mir eine Pause und quatsche mit einem Ranger halb Suaheli halb Englisch. Uns gelinkt es
trotzdem uns zu verstehen und es macht eine Menge Spass. Ca eine halbe Stunde Spaeter kommen auch die anderen. Auch sie hatten
einen Kampf mit den Fliegen. Ein Stich einer solchen Tse Tse Fliege schmerzt schon ganz schoen und man weis ja nie ob man
nicht
vielleicht in ein paar Jahren vom Schlaf uebermannt wird.
An diesem Tag fahren wir noch weitere 70 km aber Janosch bietet mir an ein Stueck auf dem Motorrad zuruek zu legen und ich
nehme dankbar an. Auch an diesem Abend schlafen wir in einer Mission. Es gibt ein Bett und Abendessen. Wie im "Paradies."
Am naechsten Tag lassen wir uns Zeit und fahren nicht all zu weit. In Singida halten wir an. In einem netten Gesthouse bekommen
wir Zimmer und einen sicheren Platz fuer die Fahrzeuge. Es geht ans Essen. Wir fragen nach Huehnchen und Reis. Der Besitzer
des Gesthouses fordert uns auf ihm zu folgen. Aus einem kleinen Huehnerstall nimmt er zwei Huehner. "Sind die
in Ordung" fragt er uns und Janosch und Ich gucken uns etwas verdutzt an. OK, lass uns ueber Leben und Tod entscheiden. Wir
geben unser OK und schauen zu wir unser Essen mit einem "scharfen" Messer ins Jenseits befoerdert wird. Na mal sehen wie
das ist, ein Huenchen zu essen welches man vorhin noch lebend
ausgewaehlt hat. Das Essen ist super und wir geniessen die Atmosphaere
in unserer Unterkunft. Hier gibt es den einziegen Fehrnseher im Ort und
ein Truckstopp ist genau gegenueber. Pure Afrikaatmosphare..........
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19 September Arusha Tansania (Mbeya - Arusha, 1000 Km Sand und Steine und dann das Paradies Teil Drei)
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Wir entscheiden uns zum Ngorogoro Krater zu Fahren. Ich hatte schon damit gerechnet, dieses Welt Natur Erbe der UNO diesmal
nicht zu Gesicht bekommen. Ciaran ist schon ganz aufgeregt ob dieser Chance einer der schoensten Plaetze der Welt zu sehen.
Der Krater hat einen Durchmesser von knapp 20 km und ist der groesste nicht uberflutete Vulkankrater der Welt. Hinzu kommt
das auf dem Kraterboden die komplette Tierwelt Afrikas zu sehen ist. Elefanten, Bueffel, Loewen, Leoparden,Geparden und vieles
vieles mehr. Aber ersteinmal muessen wir dorthin. Die Landschaft aendert sich schlagartig. Wir fahren aus der Hochebene in
eine
wundervolle Berglandschaft die wie gemahlt vor uns liegt. Die Piste ist nicht mehr so sandig. Trotzdem ist es anstrengend,
da die Fahrbahn immer enger und kurviger wird. Wir kommen zu einem Pass der uns den Blick auf das Rifft/Valley frei gibt.
Unter uns, ca 800 m tiefer liegt der Lake Manyara. Traumhaft. Da es schon dunkel wird, fragen wir in einem kleinen Dorf, die
bestimmt noch keine Reisenden gesehen haben ob sie einen Platz fuer die
Nacht haben. So ziemlich direkt in der Dorfmitte schlagen
wir unserer Zelte auf. Ueberhall hoert man Mzungo, das Suaheli Wort fuer Weisser Mann. Wir sind fuer die Nacht die Atraktion
des Dorfes und jeder unserer Bewegungen wird genau verfolgt. Eine echt neue Erfahrung fuer uns.
Den naechsten Tag lassen wir langsam Angehen. Nach dem Packen fahren wir Richtung Ngorogoro Krater. Wir entschliessen uns
in einem Cap ausserhalb des Parks zu uebernachten um Kosten zu sparen. Janosch und Ich kaufen uns Massai Tuecher und laufen
so durch den Ort. Das gibt uns eine ungeahnte Aufmerksamkeit. Wir werden sehr positiv aufgenommen und so tauchen wir ein wenig
in die Welt der Massai ein. Noch am Tag danach werden wir die White Massai gerufen.
Der Nongorogoro Krater. Ich Stelle mein Motorrad auf einem Campingplatz ab, da es nicht erlaubt ist mit einem Motorrad die
National Parks zu befahren. Danach fahren wir zum Gate. 40 U $ . Billiger als erwartet aber fuer uns immer noch viel Geld.
Der erste Blick auf den Krater laesst das aber bald vergessen. 610 m unter uns liegt er. Ein atemberaubender Anblick. Wir
muessen
noch ein ganzes Stueck auf dem Krater - Rand fahren bevor der Abstieg beginnen kann. Es ist sehr Steil und Helmut schaltet
das Differenzial ein. Am Fuss des Kraters beguessen uns Zebras und einen Herde Bueffel. Super, aber das wird Heute nicht alles
bleiben. Rhinos, Loewen, Gnus, Elefanten, und sogar Geparden kreuzen unseren Weg. Es ist das erstemal, das ich Geparden zu
Gesicht bekomme. Einach Wahnsinn. Ein langer Tag im Krater geht zu Ende denn wir muessen um 18 Uhr den Park wieder verlassen.
Wir fahren, mit einem Kopf voller unglaublicher Eindruecke, zurueck zu unserem Campingplatz. Wir sind alle geschafft. Frueh
zieht es uns in unsere Schlafsaecke.
Am naechsten Morgen brechen wir auf. Wir wollen nach Arusha um dort einige Tage Pause zu machen und um unsere Eindruecke sacken
zu lassen.
Im Massai Camp machen wir es uns gemuetlich.
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24.09.2002 Nairobi, Kenia ( Afrika und die Malaria)
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Tja, in Tansnaia hat es uns erwischt. Ciaran und mir haben die Moskitos zugesetzt. Die Malaria hat uns im Griff. Kopfschmerzen,
die Lunge brennt, Muedigkeit, Magenprobleme und Durchfall halten uns in Atem. Die Tage in Arusha, die eigentlich als "Urlaub"
eingeplant waren werden eher zur Qual. Die Medikamente brauchen ihre Zeit und die Symptome kommen und gehen. Man kann sich
nur darauf verlassen das sie kommen. Und dann noch die neuesten Informationen aus Nordkenia. Revalisierende Staemme liefern
sich Gegenseitig teilweise haeftige Kaempfe. Die Strasse nach Aethopien scheint im Moment nicht passierbar. Hier zeigt Afrika
sein anderes Gesicht. Unberechenbar und Gefaehrlich. Hier wird das kalkulierbare zum unkalkulierbaren Risiko. Ich denke daran
mein Motorrad nach Addis Abeba zu fliegen. Am Samstag kommt meine Freundin und somit geht auch fuer Ciaran seine Zeit in Afrika
vorbei. 3 Monate sind wir zusammen durch Afrika greist. Viel ist passiert in dieser Zeit. Schoene und weniger schoene Dinge.
Aber gerade das macht Afrika zu einem Erlebinis. Die Begnungen mit anderen Menschen wird uns wohl besonders in Erinnerung
bleiben. Aber natuerlich auch die Malaria, der Kettenriss oder auch der Baenderiss von Ciaran, gleich zu Abfang der Reise.
OK, fuer mich und Ciaran geht einen super Zeit zu Ende. Ciaran fliegt Anfang naechster Woche zuruek nach Deutschland. Fuer
mich geht das Abenteur Afrika weiter. Zusammen mit meiner Freundin.
Das naechste Mal, wenn ich mich melde ist sie hoffentlich schon da und wir haben das "Problem" Nordkenia erfolgreich geloest.
In diesem Sinne bis Bald. Martin.
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Von Nairobi nach Addis Abeba
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Nach drei Monaten falle ich Karin endlich in die Arme. 1 Stunde Verspaetung hat die Maschine. Es ist angenehm kuehl. Wieder
mal bin ich auf einem afrikanischen Flughafen. Benannt nach dem ersten frei gewaehlten Praesidenten Kenias, Yomo Kenjatta,
etwa 15
km auserhalb von Nairobi. Im Taxi fahren wir zurueck in die Stadt.
Die Nachrichten ueber den norden Kenias aendern sich von Tag zu Tag. In den letzten Wochen haben sich zwei revalisierende
Staemme immer wieder heftige Gefechte geliefert. Viele "Unschuldige" verloren dabei ihr Leben. Auch ein Touristenpaar aus
Spanien wurde beschossen. Wir diskutieren ausfuehlich die Situation.Fahren wir trotz Vorbehalte durch den Norden oder
verladen wir das Motorrad auf ein Flugzeug nach Addis.
Nach vielen Gespraechen mit Ortskundigen entschliessen wir uns zu fahren. Aussedem schlisst sich Leo uns an. Er kommt aus
Japan und ist mit seiner XT 400 in Afrika unterwegs. Am Mt. Kenia faengt es heftig an zu regnen. Mit Bergen in Afrika haben
wir eben kein Glueck. In Isiolo hoert es dann aber auf zu regnen. Durchgefrohren und voellig durchnaesst lassen wir uns in
einem Hotel nieder. Hier gibt es heisses Wasser und sogar einen Fernseher. Welch ein Luxus. Am naechsten Morgen machen wir
uns auf die 500km lange Strecke Richtung aethiopische Grenze. Heute wollen wir bis Marsabit. Hier gab es voe nicht all zu
langer Zeit noch Gefechte. Der Militaer-Convoy, der uns angekuendigt worden ist, finden wir allerdings nicht. Die Soldaten
am Check-Point wuenschen uns eine angenehme Fahrt. Durch die schwierige Piste und die schoen wuestenartige Landschaft vergessen
wir bald die Gefahren. Noch vor dunkelheit erreichen wir ziemlich erschoepft Marsabit. Eine Oase in der Wueste. Umringt von
Bergen, die sich aus der Wueste wie gruene Inseln erheben. Eine Nacht bleiben wir hier. Wir wolen so schnell wie moeglich
diesen Teil unserer Reise hinter uns bringen. Am Tag darauf umhuellen
uns dichte Wolken. Es ist kalt. Das aendert sich allerdings
schnell. Wir tauchen wieder hinab in die Ebene. Allerding haben wir Glueck. Es bleibt ein wenig bewoelkt und so wird es nicht
so unsagbar heiss. Stunde um Stunde quaelen wir uns vorwaerts.Die Piste wird immer schlechter. Aber auch diese 260km bringen
wir hinter uns, ohne Zwischenfaelle. Moyale liegt vor uns. Die Grenzstadt zwischen Kenia und Aethiopien. In einem netten Hotel
ruhen wir uns von den Strapazen des Tages aus, bevor wir am naechsten Tag die Grenze ueberschreiten wollen. Aethiopien empfaengt
uns mit einem Haufen buerokratischer Aufgaben. Hier ein Formular, hier einen Stempel, hier ein bisschen Geld. Nach 2 Stunden
haben wir es aber geschafft. Wir fahren hinein in das sagenumwobene Land der Koenigin von Saba. Ersteinmal kommen uns aber
tausende Menschen entgegen. Fast schon eine Voelkerwanderung. In
Aethiopien leben 60 Millionen Menschen. Zum vergleich: Botswana:
1,5 Mio, Namibia: 1,7 Mio.
Sambia: 15,5 Mio. Ueberall sind Menschen, hinzu kommen Kuehe, Ziegen und anderes Getier. Das macht das fahren nicht wirklich
entspannter auch wenn es von hier nach Addis Teerstrasse ist. 200 km noerdlich der Grenze schlagen wir auf einem Gelaende
eines Hotels unserer Zelte auf. Die Landschaft ist bergig geworden und es ist gruen hier. Regen setzt wieder ein. Am darauf
folgenden Tag streikt meine Elektrik. Nichts geht mehr. Der Fehler liegt im Zuendschloss. Einen weiteren Tag brauchen wir
um
den Fehler zu beheben. Es regnet weiter. Auf dem Weg nach Addis halten wir noch in Shashemene. Hier gibt es heisse Quellen,
die wir wahrlich gut gebrauchen koennen. Wir genissen das warme Wasser.
Dann erreichen wir Addis Abeba, die Hauptstadt Aethiopiens.
2400m hoch liegt sie hoch, keine schoenheit aber sie hat einen klingenden Namen.
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Zurueck in die Vergangenheit
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Drei Tage bleiben wir in Addis. Mit ihren 3 Mio. Einwohnern macht Addis nicht gerade den Eindruck einer Grosstadt. Vielmehr
gleicht die Stadt vielen zusammenhaengenden Doerfern. Nur die direkte Innenstadt haelt einem Vergleich anderer Grosstaedte
stand. Riesige Torboegen, Prachtstrassen und Siegerdaenkmaehler erinnern an die kommunistische Zeit.Der rote fuenfzackige
Stern trohnt noch immer vielfach ueber diesen monumentalen Bauten. Eher
entaeuscht zieht es uns weiter.. nach Norden. Die
Strasse ist asphaltiert.Wie schon in den suedlichen Landesteilen ist
das fortkommen dennoch muehsam. Kuehe, Ziegen und unvorstelbare
Menschenmengen bevoelkern den Weg nach Norden. Auch die Atmosphaere aendert sich. Wir haben das Gefuehl, das die Menschen
agressiver werden. Ueberall rufen uns die Menschen, besonders die Kinder fast schon hysterisch zu. Dort, wo wir vorbei kommen,
hallt es unaufhoerlich YOU YOU YOU. Auch Steine zischen am Motorrad vorbei. Nicht gerade angenehm. Die Landschaft ist allerdings
atemberaubend. Ueber 3200m geht es hinauf ins aethiopische Hochland. Wir fahren ueber einen Pass an dessen Scheitelpunkt ein
Tunnel verlaeuft. Dieser ist in der italienischen Besatzungszeit erbaut worden. Als wir wieder ins Tageslicht hineinfahren
bietet uns ein unbeswchreiblicher Anblick. Die gruenen Haenge fallen steil ins Rift Valley ab und es eroefnett uns ein Ausblick
in die Ebene unter uns.. Unglaublich. In vielen Serpentienen windet
sich die Strasse am Hang entlang ins Tal hinab. Die Temperaturen
steigen und bald haben wir die Talsohle erreicht. Jetzt sind wir nicht mehr viel hoeher als 500m ueber dem Meeresspiegel.
Nach nur 50 km geht es wieder hinauf. Diesmal auf 2600m. Auf dieser Hoehe werden wir ersteinml bleiben. 25 km vor Dessie,
375 km noerdlich von Addis, hoeren wir fuer diesen Tag auf. Wir finden eine sehr schoene kleine Pansion und geniessen die
Ruhe. Lalibella, benannt nach dem Koenig Lalibella, ist unser Ziel. Von Dessie biegen wir ab Richtung Bahir Dar um dann wiederum
Abzuzweigen Richtung Lalibella. So glauben wir jedenfalls. Die Richtung stimmt, aber es ist uns relativ schnell klar, das
dies nicht
die offizielle Piste sein kann.Die "Piste" faellt steil ab und rieige
Steine liegen herum. Uebergaenge ueber Baeche sind weggerissen
und Geroellmassen versperren teilweise den Weg. Nach einer Kurve geht es ploetzlich steil bergauf um im naechsten Moment
wieder ins Tal abzufallen. Karin muss des oefteren absteigen und einmal
kann ich das Motorrad nicht mehr halten. Das Durchschnittstempo
liegt bei unter 20 km/h. Kilometer um Kilometer quaehlen wir uns vorwaerts. Langsam verlaesst uns der Mut. An ein Umkehren
ist nicht zu denken und so "fahren" wir weiter. Nach mehr als 4 Stunden haben wir es geschafft. Ca. 5 km vor Lalibella kommen
wir auf eine Teerstrasse und koennen es kaum fassen wie dumm wir gewesen sind. Eine leichte Entschaedigung ist, das wir hoeren,
das die Teerstrasse nur bis zum Flughafen! geht. Das zum Thema Fly In Touristik. In Lalibela finden wir ein nettes kleines
Hotel. Der Besitzer ist ein aelterer Herr, der uns viel ueber Aethiopien erzaehlt. Seine Familie ist sehr nett und abends
geniessen wir in kleinem Kreis die so geruehmte aethiopische Kaffeezeremomie. In Lalibella stehen 11 voellig aus dem Fels
gehauhene Kirchen. Einige dieser Kirchen stehen frei, das heisst, man kann einmal komplett um sie herumlaufen. Einige wiederum
stehen nur zur haelfte frei. Es ist ungalublich, wie es Menschen geschafft haben soetwas zu bauen. Eine Kirche ist besonders
beeindruckend. Sie ist, einem Kreuz nachenpfunden, aus dem Fels herausgehauen. Die Kirche bildet am oberen Ende eine Linie
mit dem Fels. Es ist so, als ob man diese Kirche in ein riesiges Felsloch gestellt haette. Wunderschoen und wie ich glaube
eine aehnliche aritektonische Meisterleistung wie die Pyramiden in Gize.
In Lalibela faellt uns die fuer aethiopische Verhaelltnisse ungewohnlich hohe Zahl an Touristen auf. Diese fliegen von einem
touristischen Hoehepunkt zum anderen und sind somit im "normalen" Leben kaum Sichtbar.
Aber noch etwas anders ist in Lalibella so deutlich zu sehen wir in keinem anderen Ort unserer Reise hier in Aethiopien. Die
Armut. Teilweise fuehle ich mich in ein Freilichtmuseum versetzt, in dem europaeisches Mittelalter den Menschen naeher gebracht
werden soll. Aber das hier ist harte Realitaet. Kinder, von Fliegen
uebersaet, sitzen mit ihrem vom Hunger aufgeblaehten Baeuchen
vor aermlichsten Behausungen und Frauen versuchen das bisschen Korn zu Mahlen, welches noch zur Verfuegung steht. Leprakranke
Menschen ziehen durch stinkende Gassen. Ich erinnerer mich an den Film Ben Hur in dem seine Mutter und Schwester im Tal der
Aussaetzigen dahin Vegetieren. Als ob jemand ein Fenster in die Vergangenheit geoeffnet haette.
Lalibella hinterlaesst zwischpaeltige Gefuehle. Wir hatten Kontakt mit der reichen Kultur und Geschichte Aethiopiens aber
auch mit grenzenloser Armut, die dieses wunderschoene Land umklammert haelt.
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